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5 Tipps um gute Social Media Videos zu produzieren

Du willst Social Media Videos produzieren – weißt aber nicht genau worauf es dabei ankommt? In diesem Artikel gebe ich dir 5 Tipps, um gute Social Media Videos zu produzieren.

Seit dem Facebook mehr und mehr zur Video-Plattform mutiert ist und mit dieser Strategie vor allem YouTube ans Bein pinkelt, hört man auf dem immer voller werdenden Flur des Content-Marketing-Stockwerkes vermehrt die Aussage: „Wir müssen mehr Videos produzieren!“.

„Hast Du letztens das Teil gesehen… da wo die Katze… und Mensch, alter… ich hab mich kurz angepupst… konnt nicht mehr. Hahaha.“

Das ist meiner Meinung nach eine gute Entwicklung, denn ich liebe Videos. Mit Videos können großartige Geschichten erzählt werden. Mit Videos kann man Menschen begeistern – selbst wenn es sich dabei um einen eigentlich drögen Inhalt handelt (siehe Squatty Potty).

Mit Social Media Videos können komplizierte Sachverhalte relativ einfach erklären – und das Beste: Man kann mit ihnen eine ganze Generation prägen. Das allerdings nur im idealsten Idealfall und unter dem Begriff „Viral“. Ganz schlimm. „Lass mal was machen, was viral geht.“ WTF? Das Wort sollte verboten werden…

Unabhängig davon ist es ratsam, sich kurz zu überlegen worauf es bei der Produktion ankommt. Hier meine Top 5 (weil Listicles bei der Generation Hashtag grad voll „IN“ sind)

1. Lieber 100 kurze Filme, als eine Monster-Produktion

Tut mir Leid, liebe Filmproduzenten und Werberegisseure. Eure kinoreifen Inszenierungen sind toll anzusehen, aber fürs Netz nur bedingt geeignet. Zu austauschbar sind die Bildfolgen, zu wenig wiedererkennbar ist die Musik, zu einheitsbreiig ist das Ergebnis.

Das Produkt in ein gutes Licht rücken, das funktioniert wunderbar, aber wer guckt sich das schon freiwillig an? Welchen Grund gibt es, dass man sich eine Werbung im Netz anschaut, wenn man es nicht gerade muss? Nehmt die Kohle lieber und gebt sie 10 jungen Menschen, die gerade mit der Uni fertig sind und ihre …

2. Geschichten erzählen wollen!

Einer der aktuell gehyptesten YouTuber ist wohl Casey Neistat. Der US-Amerikaner, der vor kurzem seine eigene Video-App Beme an den Start gebracht hat, wird entweder geliebt oder gehasst. Ich mag ihn. Er macht seine Sache gut. Er ist authentisch – und irgendwie schafft er es, seine gefilmten Tage in kleinen Storys unterzubringen.

Das ist es nämlich, worauf es ankommt. Entweder man produziert Filme, die ein Teil einer „Gesamt-Geschichte“ sind und diese ergänzen oder man lässt sie ihre eigene erzählen. Nichts ist schnöder, als sinnfreier Videocontent, der meine Internetleitung verstopft. Pfui!

3. Das Equipment zählt…

…nichts! Du willst Social Media Videos erstellen? Dann mach es! Du hast nur eine kleine Digitalkamera? Scheiß drauf – Videos bei Facebook und YouTube sieht man eh meist nur in miniklein (da sie hauptsächlich mobil angesehen werden). 4k? Wer brauch das jetzt? Du hast kein Licht? Geh raus! Du hast kein Schnittprogramm? Nimm iMovie! Nichts machen ist keine Entschuldigung. So sieht’s aus. Casey benutzt übrigens folgendes:

4. Nix da, schnell, schnell! Immer auf Qualität achten!

Man sollte immer sein Bestes geben. Auch in Sachen Social Media Videos. Nichts ist schlimmer als ein amateurhaft zusammengeschnittenes Smartphone-Test-Video in dem sich der vorgestotterte Text so anhört, als ob der Vorleser ganz Hinten in einer verlassenen Lagerhalle sitzen würde. Lass Dir ein bisschen Zeit und versuch das Beste aus Deinem Dir zur Verfügung gestellten Equipment herauszuholen.

Trotzdem gilt auch hier: Du brauchst eine Grundlage an Technik. Kamera (und externen Ton) mit Mikrofon, Licht und ein Stativ. Damit kannst Du unabhängig von der Tageszeit aufnehmen und Videos mit vernünftiger Audioaufnahme realisieren. Nice!

5. Deine Content-Plattform kennen und entsprechende Social Media Videos produzieren

Muss man dazu eigentlich noch was sagen? Eigentlich nicht, oder? Jede Plattform hat seine eigene Sprache – dieser musst Du folgen. Während Du für YouTube auch gerne etwas längere und gehaltvollere Stücke produzieren kannst, musst Du bei Facebook gleich mit der Tür ins Haus fallen. Die Autoplay-Funktion ist Schuld.

Diese Funktion, die nur dazu da ist, die View-Zahlen in die Höhe zu treiben, musst (solltest) Du versuchen zu nutzen. Deshalb hast Du maximal 3 Sekunden Zeit Deinen Zuschauer einzufangen, damit er dran bleibt und im Idealfall am Ende auf den Link klickt.

Versuche Dich einfach in die Sicht des Nutzers zu versetzen, was nicht schwer sein sollte, da Du wahrscheinlich selbst einer bist. Damit bist Du schon auf dem richtigen Weg. Stelle Dir die Frage: Was würde ich gerne sehen und wie müsste das aussehen? Vergleiche Deine Antwort mit dem, was Du auf den Plattformen entdeckst und schon kommst Du zu einem Ergebnis und kannst erahnen, auf was es bei der Produktion von Videoinhalten ankommt.

Wie das bei den einzelnen Plattformen aussieht, erzähle ich Dir aber vielleicht ein anderes mal! 🙂