in Kaffeezeit

Elektrische Kaffeemühle Rommelsbacher EKM 200 im Test

Meine Wahl auf die elektrische Kaffeemühle Rommelsbacher EKM 200 fiel relativ spontan aus. Ich wollte frisch gemahlenen Kaffee trinken. Filterkaffee um genauer zu sein. Außerdem würde ich hin und wieder mal eine Kanne Cold Brew ansetzen wollen, da ich den Geschmack dieser Zubereitungsart als sehr aromatisch kennengelernt habe.

Mit diesem Anforderungsprofil habe ich mich dann auf die Suche begeben. Einige Blogs, Tests und Bewertungen später, hielt ich die Rommelsbacher EKM 200 in meinen Händen. Das Internet hat mich überzeugt – aber überzeugt mich auch die Kaffeemühle?

Eine elektrische Kaffeemühle für das faule Gemüt

Während meiner Recherche hatte ich unzählige Browser-Tabs offen. Wer hätte gedacht, dass eine so simple Fragestellung nach einer neuen Kaffeemühle zu einem so hohen Zeitaufwand führen kann?

Aus einer Frage wurden zwei, dann drei und dann… Die für mich wichtigsten, werde ich deshalb kurz aufführen und erläutern.

  1. Elektrisch oder per Hand?
  2. Wenn elektrisch – welches Mahlwerk? Scheibe oder Kegel?
  3. Ist sie leicht sauber zu machen?
  4. Was kostet der Spaß?

Die erste Frage war von allen am einfachsten zu beantworten. Da ich mir jeden Tag einen frischen Kaffee für den Weg zur Arbeit aufbrühen wollte und ich morgens ein ausgesprochen gemütlicher Mensch bin, sollte es einfach sein und ohne viel Aufwand. Also: elektrisch.

Die Unterschiede des Mahlwerks

Elektrische Kaffeemühlen unterscheidet man in erster Line zwischen Mühlen mit Scheibenmahlwerk und Mühlen mit Kegelmahlwerk. Beide Arten haben ihre Berechtigung – man muss sich nur leider entscheiden.

Das Scheibenmahlwerk ist das gängigere System. Wahrscheinlich ist es einfacher und günstiger zu produzieren, weshalb es beim Kunden besser angenommen und entsprechend angeboten wird.

Das Prinzip dahinter ist einfach: Ein feststehender und ein motorisierter „Mahlring“ liegen aufeinander. Die Kaffeebohne fällt in die Mitte des Ringes und wird durch die Zentrifugalkraft nach außen getragen und gemahlen. In dem man den Abstand zwischen den beiden „Mahlringen“ erhöht oder verkleinert, verändert sich auch der Mahlgrad der Bohne.

Der Unterschied des Kegelmahlwerkes liegt daran, dass die Bohnen nicht zwischen zwei Scheiben, sondern zwischen Kegel und Innenwand zerkleinert werden. Diese Art der Zerkleinerung birgt den Vorteil einer geringeren Rotation des Kegels. Langsamere Rotation bedeutet weniger Wärme, wodurch aromaschonender gemalen werden kann.

Für mich war diese Erkenntnis Anfangs ziemlich weltbewegend. Immerhin wollte ich das Beste aus meinem Kaffee herausholen. Deshalb hatte ich mir zwei Alternativen herausgesucht: Die elektrische Kaffeemühle CM 800 des Herstellers Graef und die Kaffeemühle Rommelsbacher EKM 300 – die es am Ende jedoch beide nicht geworden sind.

Und das hat einen einfachen Grund:

Preis-/Leistung gewinnt immer!

Ich habe viel gelesen und verglichen. War in Elektronik-Fachgeschäften und habe sie mir ganz genau angesehen: Beide Geräte mit Kegelmahlwerk und unzählige mit Scheibenmahlwerk. Alle habe ich sie mit ihrem Einsatzzweck abgeglichen und hab dann doch auf den Preis geschaut und auf Bewertungen vertraut – und alles richtig gemacht.

Wunschlos glücklich mit der Kaffeemühle Rommelsbacher EKM 200

Der kleine Bruder der EKM 300, die EKM 200, war damals knapp 40 Euro günstiger. Das macht sich zwar ein wenig an der Haptik bemerkbar, aber es wirkt trotz Plastik sehr stabil und wenig klapprig.

Das Mahlwerk macht das, was es machen soll und mahlt zuverlässig in recht gleichbleibender, homogener Qualität – selbst nach einem Jahr der fast täglichen Nutzung.

Mittlerweile bin ich auch so penibel bei meinem morgentlichen Kaffeeaufgussritual geworden, dass ich die Menge des gemahlenen Kaffees abwiege – die Menge des Pulvers variiert natürlich, abhängig von den Bohnen, aber grundsätzlich kommt immer ungefähr die gleiche Menge heraus (+/- ein paar Gramm).

Was mir jedoch aufgefallen ist, ist die Lautstärke. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sich die Nachbarn nicht vielleicht doch ein wenig gestört fühlen. Es kommt mir schon recht laut vor – wie ein Mixer eben oder der klapprige Schleudergang meiner Waschmaschine. Dieser Eindruck ist jedoch sehr subjektiv und ich wohne in einem Altbau, weshalb man eh viel von den Nachbarn mitbekommt.

Auch die Reinigung des Gerätes ist nicht so einfach. Das feine Kaffeepulver setzt sich gerne am Rand des Plastikauffangbehälters ab und auch die Mahlscheiben lassen sich nicht immer zu meiner vollsten Zufriedenheit sauber machen.

Trotzdem hat sich die elektrische Kaffeemühle Rommelsbacher EKM 200  zu einem treuen, morgendlichen Begleiter entwickelt, den ich nicht mehr missen möchte. Die Qualität des gemahlenen Kaffees ist gut, das Gerät lässt sich leicht einstellen und für meine Anforderungen an gemahlenen Kaffee ist es mehr als ausreichend.

Als nächstes kaufe ich mir jedoch eine Handmühle – einfach nur, um sich mal etwas näher mit dem Kaffee zu beschäftigen. Wenn ihr eine gute Mühle kennt, dann schreibt mir diese gerne.

Ich mach mir mal einen Kaffee.

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