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in Fahrradliebe

Airdonkey ist das Airbnb für Fahrräder

Airdonkey ist eine ziemlich spannende Entwicklung des dänischen Start-ups Donkeyrepublic. Das kleine Unternehmen aus Kopenhagen entwickelt ein System, mit dem sich ungenutzte Fahrräder ganz einfach mit anderen teilen lassen.

Das Prinzip dahinter erinnert ein bisschen an Airbnb für Wohnungen oder den Fahrdienst Uber. Mit Hilfe der Airdonkey-App kann man im Umkreis um sich herum nach ausleihbaren Fahrräder suchen und diese zu einem, wie ich finde, recht günstigen Preis mieten. (1 Tag – 10 EUR, 3 Tage – 24 Euro)

Das ist ideal für jeden, der für einen Kurzurlaub eine fremde Stadt besucht und nicht auf die Flexibilität eines Fahrrades verzichten will. Klar, es gibt in einigen Städten bereits den ein oder anderen Fahrradverleih – trotzdem finde ich die Idee gut, weil damit quasi jeder die Chance hat, sein altes Rad irgendwie sinnvoll mit anderen zu teilen. Außerdem habe ich bereits mit Airbnb gute Erfahrungen gemacht – warum sollte das also mit Fahrrädern nicht genauso gut klappen?

Wenn man nun sein eigenes Fahrrad zum Verleih freigeben möchte, dann muss man lediglich das Airdonkey-Kit bestellen und installieren. Dem Kit liegt ein elektronisch verriegeltes Speichenschloss bei, das per App geöffnet werden und dessen Akku bis zu 500 Tage durchhalten kann.

Nach der Anbringung des Schlosses muss lediglich das Fahrrad auf der Plattform von Airdonkey registriert werden – und zack: schon geht’s los.

Und wie leiht man ein Rad mit AirDonkey aus?

Fast genauso einfach wie das Verleihen, funktioniert das Entleihen. Wenn man ein Fahrrad leihen möchte, muss man sich zu allererst auf der Plattform ein Fahrrad reservieren, worauf hin man einen Registrierungsmail erhält, um mit ihr die App herunterzuladen in der man dann sein User-Account einrichten kann.

Das klingt jetzt etwas kompliziert, aber ist es im Grunde genommen gar nicht. Macht man ja schließlich für andere Portale auch so. Außerdem muss sich das Startup erstmal am Markt finden und deshalb sicher gehen, dass die ersten Kunden keinen Schmuh mit dem Angebot machen. Es ist quasi wie eine Art beta-Phase – weshalb es auch aktuell eine Kickstarterfinanzierung gibt.

In der App kann man dann im Umkreis nach verfügbaren Rädern suchen und sie bequem darüber ausleihen. Bei der Rückgabe muss jeder Entleiher noch ein Foto von dem Rad machen, das dann an den Verleiher versendet wird, damit dieser sehen kann, wie das Rad zurück gegeben wurde. Man kennt das ja mit über Nacht abgestellten Fahrrädern. Da kann alles passieren…